Prüfen Sie vor dem Aufwärmen von Speisen in japanischer Keramik, ob genau dieses Stück für die Mikrowelle freigegeben ist. Scherben, Dekor, Zustand und Verwendungszweck spielen eine Rolle. Ist die Freigabe unklar, füllen Sie das Essen in ein nachweislich mikrowellengeeignetes Gefäß um.
Bildhinweis: Die Produktszenen zeigen bestimmte bei ZenKiln angebotene Artikel als Beispiele, keine allgemeingültigen Gerätefreigaben. Beachten Sie die Anleitung für das konkrete Stück und Modell.
Prüfen Sie die Eignung für Mikrowelle, Geschirrspüler, Backofen und Herd jeweils gesondert. Eine Freigabe für ein Gerät gilt nicht automatisch für ein anderes.
Die Anleitung für das konkrete Stück finden
Nutzen Sie die Pflegekarte, Kennzeichnungen oder Modellunterlagen des Herstellers, einschließlich Einschränkungen für Deckel und Zubehör. Fehlt die Karte, fragen Sie beim Hersteller oder Verkäufer nach. Erhitzen Sie ein unklar eingestuftes Stück nicht versuchsweise.

Porzellan: Dekor und Scherben prüfen
Viele Porzellangefäße sind für das tägliche Aufwärmen und Spülen ausgelegt. Ein weißer Scherben oder ein blaues Unterglasurmuster liefert jedoch keine Freigabe für eine bestimmte Tasse oder einen Teller.
Aufglasurfarben und Metalldekore müssen gesondert geprüft werden; mehr dazu unten. Vermeiden Sie plötzliche Temperaturwechsel: Stellen Sie ein Stück nicht direkt aus dem Gefrierfach in die Mikrowelle und tauchen Sie eine heiße Schale nicht in kaltes Wasser. Unser Leitfaden für Arita-, Hasami- und Kutani-Porzellan behandelt die Pflege ausführlicher.
Steinzeug und Irdenware: Scherben und Verwendungszweck prüfen
Steinzeug kann dicht und gut gesintert sein; Irdenware kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Gewicht, matte Glasur und ein unglasierter Fuß erlauben keine zuverlässige Bestimmung des Scherbens oder seiner Geräteeignung.
Eine Schale und ein Kochtopf können beide aus Keramik bestehen, doch für offene Flammen braucht es dafür ausgelegtes Kochgeschirr. Aufgenommene Feuchtigkeit und plötzliche Temperaturwechsel können einen keramischen Scherben belasten. Ein Gefäß mit ungeklärter Eignung auf den Herd zu stellen, ist keine sicherere Alternative zur Mikrowelle.
Welche Wärmequellen für einen Donabe erlaubt sind, hängt von seinem Aufbau ab. Die Ginpo-Produktinformationen zum Hanamishima nennen beispielsweise neben anderen unterstützten Wärmequellen auch die Mikrowelle. Übertragen Sie die Freigabe eines Modells nicht auf alle Donabe. Unser Leitfaden zur Vorbehandlung und täglichen Donabe-Pflege behandelt Vorbereitung und Lagerung.

Metalldekor und farbige Aufglasur unterscheiden sich
Herkömmliches Geschirr mit Gold-, Silber- oder Platindekor gehört nicht in die Mikrowelle, sofern der Hersteller dieses Produkt nicht ausdrücklich dafür freigibt. Metalldekor kann Funkenüberschläge verursachen und Gefäß oder Gerät beschädigen, selbst bei kurzer Laufzeit oder geringer Leistung. Dekorative Figuren sind keine Gefäße zum Aufwärmen.
Farbiger Aufglasurdekor (iroe) ist anders zu beurteilen als Metalldekor. Die Freigaben variieren: Die Akaemachi-Tasse von Koransha ist ein bemaltes Produkt, das als mikrowellengeeignet ausgewiesen wird. Nutzen Sie diese Freigabe nur für das angegebene Stück.
Glas, Lack und Gusseisen: drei Sonderfälle
Geschliffenes Glas. Gewöhnliches Edo-Kiriko-Glas ist kein hitzebeständiges Glas. Kagami empfiehlt für sein Kristallglas, plötzliche Temperaturwechsel und den Geschirrspüler zu vermeiden. Siehe den Edo-Kiriko-Pflegeleitfaden.

Lackwaren. Traditionell lackiertes Holzgeschirr benötigt in der Regel schonende Handwäsche und zügiges Abtrocknen. Geben Sie es ohne ausdrückliche Produktfreigabe weder in die Mikrowelle noch in den Geschirrspüler; Trägermaterial und Beschichtung sind beide entscheidend. Siehe unseren Urushi-Pflegeleitfaden.
Gusseisen. Gusseiserne Gegenstände dürfen nicht in die Mikrowelle. Ein Tetsubin zum Wasserkochen benötigt eine eigene zugelassene Wärmequelle und Pflegeroutine; eine innen emaillierte Teekanne oder ein Windspiel erhält dadurch keine entsprechende Freigabe. Siehe den Nambu-Tekki-Tetsubin-Leitfaden für Wasserkessel.
Ein ZenKiln-Produkt prüfen
Suchen Sie auf der Produktseite nach den Pflegeinformationen. Diese Beispiele erfordern unterschiedliche Prüfungen:
- Arita–Hasami-Sometsuke-Schale – Scherben, Dekor und Gerätefreigaben.
- Bunzan-Pfingstrosenbecher – Pflege des erhabenen Dekors.
- Ginpo-Hanamishima-Donabe – zugelassene Wärmequellen für Größe und Modell; Trocknen vor dem Erhitzen und Lagern.
- Edo-Kiriko-Kagome-Gläserpaar – Hinweise zu Reinigung und Temperatur.
- Goldene dreifarbige Kutani-Katze – Aufstellen und Reinigen, nicht für Lebensmittel oder zum Erhitzen.
In unserer gesamten Kollektion japanischer Trinkgefäße finden Sie Tassen und Becher für den Alltag, in der Kollektion Donabe & Tontöpfe Kochgeschirr für den Herd. Sie haben ein neues Stück? Beginnen Sie mit unserem Leitfaden zur ersten Verwendung japanischen Geschirrs.
Häufige Fragen
Darf handbemalte Kutani- oder Kyo-yaki-Keramik in den Geschirrspüler?
Beachten Sie die Anleitung für das konkrete Stück. Handbemalung ist eine Dekorationstechnik, keine Geschirrspülerfreigabe. Empfindliche Aufglasurfarben und Vergoldungen benötigen häufig schonende Handwäsche.
Wie erkenne ich, ob ein älteres Stück ohne Pflegekarte geeignet ist?
Suchen Sie nach Hersteller- oder Modellunterlagen und lassen Sie den Zustand einschließlich Reparaturen beurteilen. Das Aussehen allein belegt weder die Eignung für Lebensmittelkontakt noch für Geräte. Verwenden Sie ein unklar eingestuftes Stück zur Dekoration, statt es mit Lebensmitteln oder Hitze zu testen.


