Creemas HandMade In Japan Fes fand am 11. und 12. Juli 2026 im Tokyo Big Sight statt. Der Veranstaltungsführer nennt insgesamt rund 3.000 Teilnahmen von Kreativschaffenden an den beiden Tagen; es handelt sich um eine kumulierte Zahl. Dieser Beitrag nimmt das veröffentlichte Programm zum Ausgangspunkt, um Materialien und Herstellungsverfahren näher zu betrachten.
Zwei Tage im Zeichen des Handwerks
Das Programm verband einen Markt mit Workshops und Aufführungen. Vertreten waren unter anderem Keramik, Textilien, Glas, Holz, Schmuck, Papier und Lebensmittel. Vorführungen ermöglichten Einblicke in die Herstellung ebenso wie in die fertigen Objekte.

Die Herstellung genauer betrachten
Achten Sie bei einer Vorführung darauf, welche Werkzeuge die Oberfläche formen und welche Arbeitsschritte außerhalb des Ausstellungsbereichs stattfinden. Ein dokumentiertes Beispiel unabhängig vom Veranstaltungsprogramm bietet Ijiri Kazushiges Werkstatt in Shiga: Sie beschreibt eine über Generationen weitergegebene Holzschnitztradition.

Ijiri Chōkokusho befindet sich in Kaminyū, Maibara, wo die Holzschnitzerei auf eine rund 300-jährige Geschichte zurückblickt. Die 1935 gegründete Werkstatt besteht mittlerweile in dritter Generation. Ihre Suiun-bori-Schnitzarbeiten (翠雲彫) umfassen religiöse Ornamente, Festwagen, geschnitzte Oberlichtpaneele und kleinere Auftragsarbeiten.
Eine Werkzeugspur oder ein sorgfältig ausgearbeitetes Detail kann helfen, die Arbeit zu verstehen. Fragen Sie nach der Herstellung, statt eine unregelmäßige Kante bereits als Beleg für Handarbeit zu deuten.
Nach dem Material fragen
Fragen Sie bei Holz nach Holzart, Beschichtung und einer möglichen Harzbehandlung. Für eine behauptete Verbindung zu einem Schrein oder historischen Gebäude braucht es eine benannte Quelle und Belege. So lässt sich die Materialgeschichte von einer Erzählung über das fertige Produkt unterscheiden.
Papier, Ton und regionales Handwerk
Unser Beitrag über Hosokawa-shi stellt eine Papiertradition vor; der Shigaraki-Ratgeber führt in die Keramik aus Shiga ein. Prüfen Sie bei einem konkreten Kauf, wie die regionale Bezeichnung mit den tatsächlich verwendeten Materialien und Verfahren des Herstellers zusammenhängt.
Fragen für den nächsten Kauf

Ob Sie auf einer Messe oder in einem Onlinekatalog auswählen: Fragen Sie, wer das Objekt hergestellt hat, welche Arbeiten von Hand oder maschinell ausgeführt wurden, welche Materialien verwendet wurden und wie es gepflegt werden sollte. Klare Antworten sagen mehr aus als eine allgemeine Kennzeichnung als handgemacht.
Quellen: Creemas HMJ-Veranstaltungsführer 2026, das Werkstattporträt von Ijiri und der Bericht der Japan Finance Corporation über die Werkstatt. Die oben beschriebene Werkstattgeschichte stammt aus den verlinkten Quellen, nicht aus einem Interview von ZenKiln. Die Fotos des Veranstaltungsorts und der Veranstaltung in diesem Beitrag hat ZenKiln vor Ort aufgenommen.


